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Ich bin Nargiza Adizova, bin 24 Jahre alt und komme aus Uzbekistan. In einer Zeitung sah ich einen Artikel über das Au Pair Programm. Deutsch lernte ich an der Universität und trotzdem konnte ich kein gutes Deutsch sprechen. Dann kam mir diese Idee, nach Deutschland zu fahren. Warum als Au Pair? Weil ich bei eine Familie wohnen wollte. Ich komme aus einem muslimischen Staat, wo die Mädchen bei den Eltern bis zur Heirat wohnen bleiben. Jetzt kommt natürlich die Frage, wie meine Eltern mir erlauben konnten meine Idee auszuführen. Es war schwierig mit meinem Vater. Er denkt wie alle muslimischen Männer: wenn die Tochter alt genug ist muss sie heiraten. Als er dies mir zum ersten Mal sagte, war ich sehr traurig. Meine Wunschträumer und Pläne fielen zusammen wie ein Kartenhaus. Aber auf einmal sagte ich mir: "Nargiza, du muss kämpfen!" Meine erste Aufgabe war, jemanden zu finden, der meinen Vater beeinflussen konnte. Nur Dank meiner Mutter bin ich nach Deutschland gekommen. In Uzbekistan wusste ich noch nicht genau, was es ist, ein Au Pair zu sein. Aber ich wusste genau, dass ich Deutsch und andere Kultur kennen lernen will. Dann habe ich mich bei "Au-Pair World Wide" Agentur angemeldet. Einen Monat später habe ich die Einladung von der Familie Jorda bekommen. Meine Antwort war: "Ja". Zwei Monate wartete ich auf mein Visum und am 20 Januar 2004 kaufte ich die Flugkarte nach Frankfurt. Taschkent-Moskau-Frankfurt. Am nächsten Tag war ich schon in Frankfurt. Verena, meine Gastmutter, hat mich am Flughafen abgeholt. Noch nie in meinem Leben war ich so weit weg von Zuhause, deswegen war ich ein bisschen aufgeregt. Dann habe ich die Kinder gesehen. Die haben mir gefallen. Ich liebe Kinder. Die Familie hat zwei Kinder, zwei Jungs: David und Jakob. Von Anfang waren sie sehr lieb zu mir. Verena und Stefan, die Eltern sind ausgesprochen nette Leute. Bei uns in Uzbekistan wenn man zu den Gästen geht muss man das Brot mitnehmen. Nach diese Tradition brachte ich das usbekische Brot mit. Nach 6 Stunden in Flugzeug Brot war nicht mehr frisch, trotzdem wurde es zum Abendbrot gegesessen. Das neue Wort: Abendbrot. In meiner Heimat nennt man es "Abendessen". Ich kann nicht sagen, dass ich am Anfang Heimweh hatte. Es war mehr ein Kulturschock. Leben ist ganz anderes hier. Ich konnte kaum Deutsch sprechen. Deshalb war es schwierig meine Gedanken zu äußern. Schon im Februar fing ich an Deutschsprachkurs zu besuchen. Das hat viel Spass gemacht. Paris!!! Ich konnte mir nicht träumen lassen, dass ich Paris sehe. Es ist schön gewesen. Dort habe ich persönlich Ralf Hense und seine Frau Ellen Hense kenne gelernt. Ich finde es super, was sie machen. Ganz am Anfang habe ich eine Fehler gemacht. Ich suchte nach die Leute, die Russisch sprechen konnten. Später als ich es verstanden habe, war ich sehr traurig, weil es eine Hemmung war. Aber das Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen. Seit langer Zeit spreche ich nur Deutsch, außer Falls wenn ich mit meiner Mutter telefoniere. Dieses Jahr in Deutschland hat für mich grosse Bedeutung. Ich bin anderes geworden. Ich meine nicht mein Aussehen, sondern meine innere Welt, Lebensauffassung. Und im Herz ich nehme Teil von Deutschland mit um zu erzählen wie schön es war. Hier bei der Familie Jorda habe ich mich wohl gefühlt. Das ist meine zweite Familie. Ich habe keinen Bruder. Und hier habe ich verstanden wie schön es ist die Bruder zu haben. Ich werde bestimmt meine Gastfamilie vermissen. Ich hoffe sehr, dass wir uns noch sehen. Nargiza, Uzbekistan Januar 2004- Januar 2005
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